Wie heute auf golem.de lesen kann, ist es ARD-Reportern zusammen mit dem Chaos Computer Club gelungen, mit einem gefälschten Fingerabdruck bei einem Edeka-Markt einzukaufen. Gemäß dem hier zu findenden Video, welches schon seit 2004 existiert, kann ein Fingerabdruck mit relativ einfachen Mitteln auch von Nicht-Profis gefälscht werden. Natürlich sieht Edeka keinen Handlungsbedarf und auch die Aussage des Geschäftsführers von it-Werke, er werde jedem Geschädigten den Schaden persönlich ersetzen, kann nicht ernstgenommen werden. Im Zweifelsfall ist der Nachweis der Schädigung durch den Betroffenen nämlich äußerst schwierig.
In diesem Licht scheint auch die geplante Integration von Fingerabdrücken in den Personalausweis sinnlos, da dadurch offensichtlich die Fälschungssicherheit nicht erhöht wird, was aber wiederholt von der Bundesregierung, und allen voran vom Bundesinnenministerium, behauptet wird. Es wird also immer deutlicher, dass es eigentlich nicht um die angeblich zu sichernden Dokumente geht, sondern allein um das Sammeln der biometrischen Daten.
Da bin ich doch froh, dass ich noch einen Pass ohne Fingerabdrücke bekommen habe! 